Mittwoch, 4. November 2015

Welcher Klappentext zu "Sterne sieht man nur bei Nacht" gefällt Euch am besten?

Liebe Mitleser/innen,

inzwischen wisst Ihr ja schon ein wenig, um was es in "Sterne sieht man nur bei Nacht" geht. Während ich inzwischen beim Überarbeiten im vorletzten Kapitel angekommen bin, möchte ich Euch schon mal einige mögliche Klappentexte vorstellen.
Natürlich interessiert mich:

  • Welcher Klappentext spricht Euch an?
  • Was findet Ihr gut, was fandet Ihr nicht interessant?
  • Was sollte Eurer Meinung nach im Klappentext nicht fehlen?
Hier die Vorschläge:

Klappentext Nummer 1: 


Wie geht man damit um, wenn man zu jung ist, um vernünftig zu sein, zu erwachsen um für immer jung zu bleiben, wenn man verliebt ist und erfährt, dass die Mutter sterben könnte?

Hans hat keinen Masterplan, wie er mit dem Tod, noch mit der Liebe umzugehen hat. Außer den, zu leben, als sei das Leben das einzige, was den Tod verdrängt. 
Er entscheidet sich gegen Ellis, das Mädchen das ihn liebt und stürzt sich tiefer in ein Leben, das er nicht mehr unter. Kontrolle hat, je weiter die Krankheit seiner Mutter voranschreitet. Als sie schöne, unerreichbare Loni Schneider in sein Leben tritt, hat Hans nichts mehr zu verlieren. Außer der Liebe. 

Klappentext Nummer 2:

Das Leben ist perfekt. Der Frühling kommt und Hans lernt mit Ellis ein Mädchen kennen, das ein verheißungsvolles Jahr verspricht. Doch schon am nächsten Tag ist alles anders. Er erfährt, seine Mutter hat Krebs und ahnt, nichts wird je wieder so sein, wie es war. 
Hans stürzt sich in ein Leben, in dem es keinen Tod geben darf. Er taumelt von Fest zu Fest, von Exzess zu Exzess und verliebt sich in Loni Schneider, die einen Freund und dunkle Geheimnisse hat. In Paris muss er sich zwischen ihr und Ellis entscheiden. Und als er begreift, dass zu Hause seine Mutter sterben wird, scheint alles zu spät zu sein. 

Klappentext Nummer 3: 

Das Leben könnte kaum schöner sein. Hans feiert von Fest zu Fest, die wundervolle Ellis verliebt sich in ihn und auch die geheimnisvolle Schönheit Loni Schneider wirbelt sein Leben durcheinander. Einen Sommer lang stürzt er sich von Abenteuer zu Abenteuer. Bis das wilde, gute Leben nach schwerelosen Tagen in Paris in einem Exzess zusammenbricht. Als er zurückkehrt, kann er seine triste Realität nicht länger verdrängen: Seine Mutter wird sterben und er muss eine Entscheidung treffen. 

Weitere Klappentexte: http://drucktuns.blogspot.de/2016/02/klappentextexperimente.html

Was meint Ihr? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Wenn die Realität trauriger ist als die Fiktion

Das Ziel, ein lebensfrohes Buch zu schreiben, in dem es um Lebenslust und das Sterben gleichsam geht, war bereits sehr ambitioniert. Bis kurz vor Schluss hat das Schreiben und Überarbeiten auch gut funktioniert. Bis sich der Roman dem Thema Sterben annäherte. Denn, Spoiler hin oder her, im Buch muss sich Hans irgendwann mit dem Tod beschäftigen. 
Zwei völlig unvorhersehbare Dinge passierten, die mir aufzeigten, wie schwierig es ist, wenn man tatsächliche Ereignisse in ein Buch einfließen lässt. Es war von Anfang an heikel, die eigenen Erfahrungen zum Thema Auseinandersetzung mit dem Tod in die letzten Kapitel einfließen zu lassen. 
Mitten im Projekt, das sich bekanntlich mit der Krebserkrankung meiner Mutter auseinander setzte, starb plötzlich und unerwartet mein Vater. 
Eine Katastrophe. Nicht nur für die Fertigstellung dieses Buches. Die dramatischten Szenen waren zum Glück bereits vorformuliert, ein Überarbeiten, überhaupt, ein Fortsetzen des sehr persönlichen Projektes schien plötzlich unmöglich. In der Folgezeit konzentrierte ich mich auf den Mittelteil und aus "Loni Schneider in Paris" wurde statt eines größeren Kapitels ein eigener Roman im Roman, der als eigenständiges Buch für sich bestehen könnte. 
Als ich mich zwei Jahre später wieder den schwierigen Endkapiteln zuwenden wollte, erkrankte der Mann meiner Schwester an einem Hirntumor. Anstatt die herzzerfetzenden Krankenhausszenen am Krankenbett meiner Mutter zu überarbeiten, stand ich selbst mit meiner Schwester im Krankenhaus in der ständigen Angst, dieselben Ereignisse noch einmal zu erleben. 
So dauerte es ein weiteres Jahr, bis ich es wagte, den Text, der bereits in seiner Rohform sehr dicht und bewegend war, wieder zur Hand zu nehmen. 
Dringend zu vermeiden war für mich allerdings, dass es sich um ein autobiographisches Rührstück handelt, in dem der Autor um Mitleid bettelt. Ich hoffe, es gelingt mir, den Schwung und die Heiterkeit des Buches auch bis zur letzten Szene tragen zu können. 

Sonntag, 18. Oktober 2015

Wie der Roman "Sterne sieht man nur bei Nacht" entstand

Viele Leser fragen sich: Wie entsteht eigentlich ein Roman? Ist erst die Idee da, bevor geschrieben wird? Kommt die Idee aus dem Nichts? Oder nimmt sich der Autor ein Thema vor und erarbeitet sich den Inhalt. Hier erzähle ich von den Entstehungstagen des Buches:


Den Grundriss des Romans kritzelte ich im Frühjahr 2011 auf einem Seminar in Passau auf ein Stück Papier. Seit Jahren spielte ich mit dem Gedanken, die Ereignisse des Jahres, in dem meine Mutter gestorben war, literarisch zu verarbeiten. Warum? Weil ausgerechnet dieses schreckliche Jahr gleichzeitig eines der schönsten meines Lebens gewesen ist. Und ich fragte mich: Wie ist das möglich? Trotz der schweren Erkrankung meiner Mutter. Oder war es gerade deswegen so schön?
Auf diesem Lehrgang in Passau notierte ich mir die wichtigsten Ereignisse der damaligen Zeit uns wusste sofort, da steckt bereits ein „Spannungsbogen für einen Roman“ drin. Ich überlegte mir schon damals zusätzlich eine Beziehungskonstellation, die die Hauptgeschichte bilden konnte. Hans war ziemlich schnell als eine Art literarisches Alter Ego gesetzt. Eine Ellis, von der ich noch nichts wusste bis auf den Namen, sollte ebenso auftreten. Dazu gab es noch eine Loni Obermaier. Eine sollte die „Gute“, die andere die „Böse“ sein. Der Charakter der beiden Mädchen wechselte im Laufe der kommenden Monate. Mal war die eine gut, dann wieder die andere. Bis aus Loni Obermaier eines Tages Loni Schneider wurde. Loni Schneider, die dunkle Gegenspielerin von Ellis, die folgerichtig Ellis Guthe heißen musste.

Ich begann mit einem literarischen Vorspann. Einer Geburtstagsfeier, auf der sich Hans und Ellis ein erstes Mal begegnen. Ein romantischer Spaziergang über die Weinleite. Der Vorspann sollte Lebensfreude, eine Prise Romantik im Sinne der Romantik des 19. Jahrhunderts beinhalten. Und bereits eine Ahnung des Todes, der für jeden unausweichlich ist.

Die erste Fassung nahm ich 2011 nach Schrobenausen zur Schreibwerkstatt von Norbert Niemann mit. Der Text wurde kontrovers diskutiert, Norbert Niemann nahm ihn in Schutz. Ich habe ihn dennoch fast bis zur Unkenntlichkeit umgeschrieben und eine völlig andere Erzählperspektive verwendet: Ein „Wir-Erzähler“ berichtet als allwissender Beobachter von der letzten Nacht in Hans‘ heiler Welt. Ob diese Erzählform auch in der Endfassung auftauchen wird, hängt von den Testlesern ab. Wenn Du Interesse hast, melde Dich schon mal bei mir!

Mehr vom Autor gibt es auf www.chiemgauseiten.de

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Wie man einen perfekten Romantitel finden kann

Wie finde ich den perfekten Romantitel? 

Diese Frage hatte ich mir und meinen Bloglesern immer wieder gestellt und es war ein langer Weg bis zum Titel "Sterne sieht man nur bei Nacht". Begonnen hatte das Schreiben des Romans unter dem Projekttitel "Das Leben". Im Laufe der Projektphasen hieß er "Wildes.Gutes.Leben", "Leben wegen Mama" und "Sternleuchten in der Dunkelheit".
Was hat es letztendlich mit dem Titel auf sich?
Eine literaturaffine Freundin hat mich darauf aufmerksam gemacht, ich solle doch einen schönen Satz, oder eine Schlüsselszene als Romantitel nehmen. 
Ein Schlüssel, der immer wieder im Roman vorkommt ist das Lied "Sing for Absolution" von Muse. Da der Titel "Absolution" zwar das Thema der Geschichte sehr gut trifft, aber eher nach Stieg Larson klingt, musste eine Zeile aus dem Song herhalten. Darin heißt es einmal: "Tiptoe to your room - a starlight in the gloom". Starlight in the gloom kann mit Sternleuchten in der Dunkelheit übersetzt werden.
Dieses Sternleuchten in der Dunkelheit wird Hans, dem Hauptprotagonisten, immer dann auffallen, wenn ihm in schrecklichen Stunden etwas Wunderschönes widerfährt. Die Schönheit des Sternleuchtens ist gleichzeitig nur bei Nacht zu sehen. Übersetzt man die poetische Sprache in einfaches Deutsch, kann man schlicht sagen: Sterne sieht man nur bei Nacht.
In diesem einen Satz steckt der gesamte Inhalt des Romans: Die Nacht symbolisiert die Krankheit. Die Sterne die Schönheit des Lebens. Eine Schönheit, die Hans ohne die Krankheit seiner Mutter nie so intensiv empfunden hätte.
Nach langer Suche kann ich nun mit Fug und Recht behaupten, den perfekten Romantitel gefunden zu haben.


Montag, 5. Oktober 2015

Sterne sieht man nur bei Nacht

So könnte das Buch aussehen
Zwei Jahre ist es her, seit die Kleinstadtrebellen Gestalt annahmen und Dank Eurer Hilfe letztendlich tatsächlich gedruckt wurden. 
Damals war bereits das nächste Projekt in Arbeit. Inzwischen hat es die Endphase erreicht. Nachdem ich immer wieder gefragt werde, ob es bald eine Fortsetzung der Kleinstadtrebellen gibt, hier die klare Antwort: Nein. Eine weitere Geschichte mit Peter, Justin und Greta wird es nicht geben. Aber es wird eine Geschichte im Geiste der Kleinstadtrebellen geben, die man so umschreiben könnte: Wie die Kleinstadtrebellen erwachsen werden mussten.
Und so wird der Roman heißen: Sterne sieht man nur bei Nacht.
Mehr dazu demnächst!
Haltet Euch auch über www.bernhardstrasser.de auf dem Laufenden!

Freitag, 6. Juni 2014

Mein erster Shitstorm

Ab sofort im Buchhandel: Die zweite Auflage
Was war ich vor einigen Monaten euphorisiert! Mein erstes Buch war nach Jahren der Arbeit fertig. Ich dachte, die unendliche Freiheit des Internets steht mir offen, weil ich die Schwarmintelligenz des Netzes genutzt hatte und das Korrekturlesen auf viele Köpfe verteilt hatte. Bald flippte ich völlig aus, als ich herausfand, dass mich der Eigendruck des Buches nicht, wie noch vor Jahren, Tausende von Euro kostet, sondern: Nüschd. Dank Book on Demand.
Jubelnd und Tanzend veröffentlichte ich die Kleinstadtrebellen erst als Ebook, dann als Buch. Ich hatte Tränen in den Augen und auch ein paar Dollarzeichen, als ich meinen Roman ein erstes Mal als richtiges Buch in den Händen hielt.
Der neue Shootingstar auf dem deutschen Buchmarkt, so viel war sicher, würde jetzt kometenhaft aufsteigen. Jetzt musste mein Buch nur noch bekannt gemacht werden.
Wieder brachten mich kluge Köpfe auf eine geniale Idee: Im Internet gibt es Leseplattformen wie Lovelybooks.de. Auf denen kann man sein Buch an Rezensenten verschenken und Leserunden veranstalten.
Gesagt, getan. Ich meldete mich an, verschenkte an alle Teilnehmer ein Ebook. Als die ersten Interessenten moserten, dass sie mit Ebooks nichts anfangen könnten, weil sie Bücher riechen wollten, verloste ich noch einige Buchexemplare, die allesamt sehr gut rochen. Ich verschickte die Bücher quer durch Deutschland und war aufgeregt wie ein kleines Kind: Bald würde mein erstes eigenes Buch auch von Leuten gelesen, die mich nicht kannten!
Die Leserunde im Internet nahm ihre Sache sehr, sehr ernst. Waren die ersten Kommentare und Bewertungen noch freundlich gestimmt, brachen nach einer ersten negativen Bewertung auf einmal sämtliche Dämme. Es hagelte Kritik auf Kritik. Einige der konstruktiven Kritiken zeigten mir, dass meine Erstlingsausgabe noch unausgereift war: Die Rechtschreibfehler lagen mir selbst schwer im Magen, die Layoutfehler waren mir gar nicht bewusst gewesen und mache Hinweise setzte ich sofort korrigierend um. Als aber die ersten Beschwerden kamen, dass es im Buch nur um Trinken, Mädchen und Fortgehn geht, dass Peter gar kein Kleinstadtrebell ist und es einen Aufschrei gab, dass Elfriede das Huhn im ersten Kapitel tatsächlich im Backofen landet, ahnte ich, dass sich da ein gewaltiges Missverständnis anbahnte.
Andere monierten, dass sie sich als Leser nicht abgeholt fühlten, dass die Kapitel zu lang sind. Immerhin, das Happy End wurde gelobt. Mir schwante langsam, dass durch das fröhliche Cover und den peppigen Titel Erwartungen geschürt wurden, dass das Buch ein seichter Unterhaltungsroman für den Strand ist. 
Tag für Tag hagelte neue Kritik auf das Buch, auf den Autor. Und nach einer Woche im Shitstorm frage ich mich, ob das jemals wieder aufhört. Eine Weile überlegte ich, das Buch komplett vom Markt zu nehmen, weil ich mich schämte, so einen Müll veröffentlicht zu haben.
Schließlich bekam ich aber Rückmeldungen von belesenen Kennern höherer Literatur, dass sie sich mit dem Buch durchaus anfreunden konnten. Also doch nicht alles Dilettantenstadel?
Irgendwann ging auch der Lovelybooksrunde das Kanonenfutter aus. Sie tobte sich mit ihren Rezensionen noch auf Amazon mit zahlreichen schlechten Bewertungen aus, dann wurde es ruhig und die Kleinstadtrebellen sollten auf dem Friedhof der vergessenen Bücher landen.
Ganz so leicht wollte ich aber nicht aufgeben. Inzwischen wurden die meisten Kinderkrankheiten wie Layout und Rechtschreibung korrigiert, einige Schlüsselpassagen nochmal flotter geschrieben, ein glossy statt ein mattes Cover erstellt.
Ich bin gespannt, ob die Kleinstadtrebellen 2.0 noch einmal durchstarten können. Auf den letzten Lesungen war das Interesse riesig.

Mehr über die Kleinstadtrebellen gibt es auf bernhardstrasser.de

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Endlich! Die Kleinstadtrebellen sind fertig überarbeitet!

Ein halbes Jahr Arbeit später darf ich stolz verkünden: Die Kleinstadtrebellen sind fertig!
Sechs Monate wurde mit Eurer Hilfe korrigiert und redigiert und der Text hat um fast ein Siebtel verschlankt. Danke den aufmerksamen Lesern, dank denen Titelheld Peter nun weniger zu schwadronieren hat ; )
Wie geht es jetzt weiter? Alle, die bei der Aktion „Drucktuns" mitgemacht haben, kriegen natürlich ihr versprochenes Freiexemplar. Der Rest muss sich noch gedulden, mir ist noch nicht ganz klar, wie und wo ich das Ebook veröffentlichen werde.
Habt Ihr Tipps für mich? Meldet Euch bitte!
Sicher ist bereits, dass das Buch 4,99 EUR kosten wird. Im Vergleich zum üblichen Taschenbuchpreis von 10 EUR müsste dies angemessen sein. Was meint Ihr?
Für die 4,99 EUR bekommt Ihr immerhin Abenteuer in Hamburg und Wien, legendäre Kleinstadtskandale wie eine bemalte Papstbüste und eine illegale Party samt Polizeirazzia. Das alles gewürzt mit einer verbotenen Liebesgeschichte und jeder Menge Traunsteiner Lokalkolorit.
Und für die Kollegen im Landratsamt, die Oberrebellen „Tschastin“ nicht mochten: Lest die Geschichte noch einmal und stellt Euch einen jungen, adretten Studenten namens „Justin“ vor... Tschastin! Dann hätte ich ihn ja gleich Kevin nennen können...

Mehr demnächst auf www.bernhardstrasser.de!

Würd mich freuen, einige Kommentare von Euch zu lesen!